Sonntag, 27. August 2017

#liesdasafd


Jedes Jahr am dritten Freitag im November organisiert Stiftung Lesen einen Vorlesetag, an dem Prominente und Politiker eingeladen werden, in Kindergärten und Schulen vorzulesen.
Dises Jahr am 17.11. wurde auch die AfD eingeladen. 
Die NPD wurde noch nie eingeladen, da sich deren Ideologie nicht mit Stiftung Lesen übereinstimmt. Die der AfD schon? In der Pressemitteilung teilt Stiftung Lesen mit, der Vorlesetag sei keine politische Plattform. Ich finde es total schlimm, dass die AfD eingeladen wurde!
Ich finde, die Haltung gegen Rassismus sollte aber immer und überall eine Plattform haben. Wir können es uns nicht leisten, wegzusehen. Auch nicht an einem Vorlesetag und schon gar nicht in Bezug auf unsere Kinder.

Um nur ein Zitat der AfD zu nennen:
Bernd Höcke (Partei- und Fraktionsvorsitzender der AfD in Thüringen):
"Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat." (FAZ, 16.10.15)

Weitere Zitate findet hier hier

Daher nehme ich sehr gerne an der Internet-Aktion #liesdasafd teil, die Anti-Rassistische Kinderbücher vorstellt. Bücher über Homosexualität, Regenbogenfamilien, Andersein, Gerechtigkeit und alles, wogegen die AfD ist.

Es geht um Grace, die sich total gerne verkleidet und alle möglichen Geschichten nachspielt. Im Kindergarten führen sie ein Theaterstück auf und Grace bewirbt sich für Peter Pan. Ihr Freund sagt zu ihr: "Du kannst nicht Peter Pan sein. Peter Pan ist ein Junge." Und ihre Freundin sagt zu ihr: "Du kannst nicht Peter Pan sein. Der war doch nicht schwarz."
Grace ist total geknickt. Ihre Mutter und ihre Oma unterstützen sie und sagen zu ihr, sie kann alles sein, was immer sie will. 

So sehr er sich auch bemühte wie die anderen zu sein, Irgendwie Anders war irgendwie anders. Deswegen lebte er auch ganz allein auf einem hohen Berg und hatte keinen einzigen Freund. Bis eines Tages ein seltsames Etwas vor seiner Tür stand. Das sah ganz anders aus als Irgendwie Anders, aber es behauptete, genau wie er zu sein.



Die kleine Hexe Irma verschwindet, weil sie von den anderen Hexen wegen ihrer großen, großen Füße ausgelacht wird. Sie hat die Zauersprüche vergessen, und bei jedem Zauberversuch werden ihre Füße noch größer. Eines Tages taucht sie bei der kleinen Lore auf, die gerade ihre Zähne putzen will. Lore tröstet Irma und zeigt ihr ihre großen Ohren. »Lore, Segelohre« nennen sie die anderen Kinder. Aber Gemeinsamkeit macht stark und Irma erinnert sich sogar wieder an einige Zaubersprüche.


 Was ist das rätselhafte Ding am Teich? Sieben blinde Mäuse ziehen aus, um das Geheimnis zu lüften.
»Das ist eine Säule«, sagt die rote Maus. »Das ist eine Schlange«, ruft die grüne Maus. »Nein, das ist ein Speer«, entgegnet die gelbe Maus.

Die Wahrheit ist eben nicht schwarz-weiß. 


 Paul Maars witzige und tiefgründige Geschichten setzen sich mit den gewöhnlichen und zugleich außergewöhnlichen Erlebnissen von Kindern auseinander, die zwar alle auf die gleiche Schule gehen, aber jeweils ihre eigene Geschichte haben. Und gerade das macht Spaß: Plötzlich entdeckt man in einer Geschichte Figuren wieder, über die man vorher bereits gelesen hat! 11 miteinander verwobene Geschichten aus dem Schul- und Familienalltag - für den Schulunterricht geeignet.

 Früher sahen die Raben prächtig aus, zum Beispiel rosa mit violetten Schwanzfedern. Oder gelb mit großen grünen Tupfen. Oder hellblau mit zarten orangeroten Streifen - geradezu kunterbunt.Doch sie stritten sich dauernd, denn jeder behauptete, der Schönste zu sein. Da passierte eines Tages etwas Unerwartetes, das die Welt der Raben völlig auf den Kopf stellte ...






Habt Ihr auch Lesevorschläge für die AfD? 
Schreibt sie einfach unter dem #liesdasafd
Liebe Grüße
Eure Lilly
🍓


Kommentare:

  1. Ich hoffe, dass da genau aufgepasst wird, was die den Kindern da vorlesen. Verstehen kann ich nicht, dass denen so eine Plattform geboten wird.
    Liebe Grüße, Anne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anne,

      mir ist das auch ganz unbegreiflich.
      Liebe Grüße
      Lilly

      Löschen
  2. ... ich kann es nicht verstehen, dass du an dieser Vorlesung teilnimmst - sollte diese nicht boykottiert werden, wenn man (also DU), der Meinung ist, der AfD KEINE Plattform zu bieten?
    Aber nach deinem einleitenden Text zu urteilen, hast du sicherlich das entsprechende Parteibuch in der (Hand)tasche ...
    Schade eigentlich, hatte bei dir immer recht gerne gelesen.
    Gruß
    Ede-Peter

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Ede-Peter,

    ich verstehe Deinen Kommentar nicht so ganz.
    Ich nehme an der Vorlesung nicht teil. Bei der Aktion geht es darum, Anti-Rassistische Bücher vorzustellen.
    Und was meinst Du damit, dass ich das Handbuch in der Tasche habe? Ich verstehe es wirklich nicht.
    Findest Du die AfD gut und meinen post deswegen doof?

    Liebe Grüße
    Lilly

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ... das ist mir schon klar, dass du nicht selbst an dem Vorlesen teilnimmst, sondern an der o.g. Aktion. Du schreibst aber in deinem einleitenden Text, ich zitiere: "Daher nehme ich sehr gerne an der Internet-Aktion #liesdasafd teil." Das kann (also im Umkehrschluss)und so hatte ich es auch verstanden, dass du es gut findest, dass die AfD zu dieser Vorleseaktion eingeladen wurde.
      Also, ich frage mich jetzt, wer hier was nicht verstehen kann? - Hab ich da etwas überlesen?
      Für mich ist es ziemlich eindeutig, dass du die AfD unterstützt und da muss ich dann leider passen. Die AfD ist für mich eine Partei, der man nun wirklich nicht eine Plattform bieten sollte und schon gar nicht im Zusammenhang mit Kindern.
      Gruß Ede-Peter

      Löschen
    2. Nein, um Gottes Willen! Ich bin Grün!
      Mit dem Satz:"Ich finde, die Haltung *gegen* Rassismus sollte aber immer und überall eine Plattform haben." dachte ich, wird deutlich, dass ich den Satz von Stiftung Lesen "die Aktion sei keine politische Plattform" und deswegen haben sie die AfD eingeladen, nicht unterstützen kann. Und ich es eben schlimm finde, dass sie die AfD eingeladen haben. Tut mir leid, wenn das nicht deutlich genug rüber kam, dann werde ich es gleich noch deutlicher schreiben.

      Liebe Grüße
      Lilly

      Löschen
    3. Ich habe jetzt nochmal explizit dazu geschrieben, dass ich es schlimm finde, dass die AfD eingeladen wurde und nochmal besser erklärt, was die Aktion #liesdasafd ist. Ich hoffe, es ist jetzt verständlicher.
      Liebe Gruß
      Lilly

      Löschen
    4. ... siehste - so schnell kann es gehen, dass "man" missverstanden wird. So klingt es doch gleich anders und wer wie ich, nicht weiß oder wusste, was es mit dieser Aktion auf sich hat, kann so nichts falsch verstehen.
      Dann nichts für Ungut und entschuldige bitte.
      Gruß Ede-Peter

      Löschen
    5. Das Missverständnis scheint sich ja aufgeklärt zu haben.

      Löschen
    6. Ja, ich bin froh, dass wir das klären konnten.
      Liebe Grüße
      Lilly

      Löschen
  4. Liebe Lilly,

    unfassbar, da fehlen mir die Worte und das ist sehr selten ...

    Was für Dumpfbacken. Kein Sorry.

    Liebe Grüße Nisnis

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anja,

      ich war auch fassungslos, als ich die Sätze gelesen habe. Wie kann man nur so was sagen...
      Da sieht man dann auch, wie gefährlich die sind.

      Liebe Grüße
      Lilly

      Löschen

Ich freue mich total, wenn Ihr mir ein Kommi da lasst und mir sagt, was Ihr über den Beitrag denkt. ♥ Ich antworte entweder hier oder bei Euch.
Liebste Grüße
Lilly